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Hetlinger Bote · Ausgabe 36 · Dezember 2018                                         Aus den Vereinen


          Und schon wieder ist ein Jahr vorbei.
                                                                 Baum gestutzt und der Knick  Weihnachten war kommt hof-
                                                                 gepuzt. Mit schwerem Gerät  fentlich schnell bald das nächs-
                                                                 wurde gleich alles klein ge-  te Frühjahr.
                                                                 macht und geschreddert.    Wir wünschen allen Hetlin-
                                                                 Dann wurde auch schon bei im-  gern mit deren Familie Allen
                                                                 mer noch schönem Wetter der  Wassersportlern, Freunde und
                                                                 Hafen abgebaut.Leider, nun  Bekannte Eine besinnliche Ad-
                                                                 war entgültig Schluss.     ventszeit und
                                                                 Die  Schiffe  sind  nun  alle  im  Wunderschöne Weihnacheten
                                                                 Winterquartier.            Kommt alle gut ins Neue Jahr
                                                                 Nun kommt die ruhige Ad-   Euer Wassersportverein Het-
                                                                 ventszeit und wenn dann auch  lingen.
          Im Oktober hieß es: „Ab ins Holz“
          Es ist doch echt nicht zu Fas-  In der Urlaubszeit ging es durch
          sen, diese Jahr war ein kurzes,  den NOK oder den Elbe Lü-  Der Bratapfel
          ein schnelles Jahr .       beck Kanal in die Ostsee.    Kinder kommt und ratet, was im Ofen bratet!
          Auch  wenn  wir einen tollen,  Bei traumhaften Wetter wollte   Hört, wie es knallt und zischt. Bald wird er aufgetischt,
          langen Sommer hatten, so ver-  man gar nicht mehr nach Hau-  der Zipfel, der Zapfel, der Kipfel, der Kapfel,
          ging es doch im Fluge.     se. Auch wenn es an manchen   der goldrote Apfel.
          Wir Wassersportler haben ei-  Tagen schon zu heiß war, aber   Kinder, lauft schneller, holt einen Teller, holt eine Gabel!
          nige schöne Ausflüge gemacht.   wir wollen uns nicht beschwe-  Sperrt auf den Schnabel Für den Zipfel, den Zapfel,
          Wir besuchten die Nachbarhä-  ren. Es war ein super Sommer.  den Kipfel, den Kapfel, den goldroten Apfel.
          fen oder haben in gemütlicher  An zwei Wochenenden im Ok-
          Runde in unserm schönen Ha-  tober wurde noch mal kräftig   Sie pusten und prusten, sie gucken und schlucken,
          fen verbracht.             gearbeitet.                  sie schnalzen und schlecken
                                                                  den Zipfel, den Zapfel, den Kipfel, den Kapfel
          Es wurde gegrillt, gebrutzelt  Es ging ins Holz. Mit vielen   den knusprigen Apfel.
          und gelacht.               Händen wurde so manch ein


          Gerd Richert amüsiert den Kulturverein op Platt
          „Mien Modersprook, wat heff  nicht allein in den Nachbarort  engagiert. Allein im Dezem-  Platt folgen ließ. Besonders ge-
          ik di so leev. Weer ik ok riek  gekommen war.          ber stehen kreisweit fünfzehn  fiel, was er von „Mien Aman-
          an Geld und Goot, wär arm,   John-Heinz Bernhardt, 1. Vor-  Auftritte bei Jubiläen, Krinks  da“ zu berichten wusste. Aus
          wenn’t di nich gev“. Mit diesem   sitzender des Hetlinger Kultur-  und Weihnachtsfeiern auf dem  eigener Erfahrung erzählte das
          Kompliment an die plattdeut-  vereins, freute sich auch darü-  Programm. Besonders gern ge-  Speeldeel-Urgestein voll pral-
          sche Sprache hat Gerd Richert   ber, dass der Plattdeutsch-Ex-  sehen sind die Plattsnacker in   ler Komik von seinen Erlebnis-
          den Punschabend des Kultur-  perte zwei „junge Platte“ mit-  Senioren-Pflegeheimen,  wo  sen mit Amanda aus Kollmar:
          vereins im SHHB eingeleitet.  gebracht hatte. Noah Lüchau   sie für Abwechslung vom All-  Wie sie vergeblich versucht,
          Über 30 Zuhörer im „Hetlin-  und Finn Beutler gehören zur  tag sorgen und stets mit dem   ihr Übergewicht in den Griff
          ger Treff“ waren begeistert von  zehnköpfigen  Nachwuchs-  Wunsch verabschiedet wer-  zu kriegen, und welche Prob-
          den Erzählungen des ehemali-  gruppe aus den Marsch-Dör-  den: „Kummt doch bald mol   leme sie bei der Zeitungszustel-
          gen Komödianten der Elmshor-  fern, die sich für den Erhalt  wedder!“ Die beiden 15-jäh-  lung hat. Sein Vortrag gipfel-
          ner Speeldeel, der aus Haselau  der niederdeutschen Sprache  rigen hatten drei heitere Ge-  te in der Schilderung kurioser
                                                                 schichten mitgebracht: „Een   Abläufe bei Amandas golde-
                                                                 Mund full Platt“, Arftensupp   ner Hochzeit. Zum Ausklang
                                                                 bi Karstadt“ und „De Reis‘ no   der Abendveranstaltung lie-
                                                                                            ferte „Gerdi“ mit seinem selbst
                                                                 Lübeck“. Vor allem beim Be-  geschriebenen Gedicht „Mien
                                                                 such eines Fehmarner Ehe-  Heimat, mien Leven“ eine be-
                                                                 paares in der Hansestadt gab   rührende Liebeserklärung an
                                                                 ein Missverständnis nach dem   die Haseldorfer Marsch ab. uk
                                                                 anderen Anlass zum Schmun-
                                                                 zeln.
                                                                 Ein Fachmann der niederdeut-
                                                                 schen Unterhaltung ist Gerd
                                                                 Richert, der in Lesung oder frei-
                                                                 er Rede pausenlos Geschich-
          Sketche und Geschichten op Platt: Gerd Richert (von rechts), Noah Lüchau
          und Finn Beutler                                       ten, Döntjes und Gedichte op
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